Demenz – eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im Alter

Bis heute sind die genauen Hintergründe und Abläufe bei Demenz nicht vollständig wissenschaftlich erforscht. Die häufigste Ursache für Demenz sind jedoch sogenannte neurodegenerative Erkrankungen, bei denen die Nervenzellen im Gehirn absterben oder in ihrer Kommunikation untereinander gestört sind. Zu diesen Erkrankungen gehört auch die Alzheimer-Demenz.

Durchblutungsstörungen im Gehirn können ebenfalls eine Demenz auslösen, seltener vorkommende Ursachen sind Stoffwechselerkrankungen, Medikamente oder Vitaminmangelzustände.

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Größter Risikofaktor für die Entwicklung einer Demenz ist das Alter. Ab der zweiten Lebenshälfte steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken, stark an: In der Gruppe der 65- bis 69-Jährigen sind noch weniger als zwei Prozent betroffen, während bei den über 90-Jährigen schon 35 Prozent an Demenz leiden.

Frauen haben ein deutlich höheres Risiko zu erkranken, was auf die längere Lebenserwartung von Frauen und hormonelle Faktoren zurückzuführen ist. Genetische Faktoren können ebenfalls eine Rolle spielen: Sind Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister, Kinder) betroffen, vervierfacht sich das Erkrankungsrisiko.