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Krankheitsbild und -verlauf

​Was genau ist eigentlich Demenz?

was-ist-demenz.pngBei Demenz denken viele Menschen zuerst an Vergesslichkeit. Das kann zwar eines der Symptome sein – doch Demenz meint ein international definiertes und anerkanntes Krankheitsbild mit umfassenden Beeinträchtigungen, das meist als Folge einer chronisch fortschreitenden Erkrankung des Gehirns auftritt.

Die Demenz führt – je nach Schwere – zu Einschränkungen bis hin zu Verlusten von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Betroffen sind vor allem das Kurzzeitgedächtnis, das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik. Die demenzbedingten Störungen schränken die betroffene Person in ihren Aktivitäten des täglichen Lebens und/oder des Berufs ein. Die Symptome entwickeln sich meist langsam und werden im Laufe der Zeit ausgeprägter, bis sie zu einer erheblichen Beeinträchtigung im Alltag führen. Oft geht mit der Demenz auch eine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur einher.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Sie tritt vor allem bei Menschen über 60 Jahren auf und betrifft weltweit ungefähr zwei Drittel aller Demenzkranken.

 

Was ist Demenz nicht?


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Um das Krankheitsbild der Demenz besser verstehen zu können, ist es wichtig, sich selbst und dem Umfeld von Demenzkranken bewusst zu machen, was Demenz nicht ist:

  • Demenz ist keine normale Vergesslichkeit.

    Wir alle vergessen gelegentlich Dinge, z. B. wo wir unsere Schlüssel gelassen haben. Bei Demenz im fortgeschrittenen Stadium handelt es sich um eine andere Art von Vergesslichkeit. An Demenz Erkrankte vergessen nicht nur, wo sie ihre Schlüssel hingelegt haben, sondern auch, wozu Schlüssel überhaupt da sind. Deshalb legen sie diese an die seltsamsten Orte, beispielsweise in den Kühlschrank.

  • Demenz ist keine Geisteskrankheit.

    An Demenz erkrankte Personen haben gute und schlechte Tage. Sie können an einem Tag orientiert und klar, am nächsten wiederum verwirrt sein. Man kann auch nicht immer erkennen, ob eine Person an Demenz erkrankt ist. Die Betroffenen unterscheiden sich in ihrem Äußeren oft nicht von anderen Menschen.

  • Demenz ist nicht heil-, aber behandelbar.

    Es gibt Medikamente und nicht medikamentöse Interventionen, die den Verlauf einer Demenz positiv beeinflussen können. Deshalb ist eine sorgfältige Frühdiagnostik wichtig.

  • Demenz steht nicht für schlechtes Benehmen.

    Die Symptome der Krankheit führen mitunter zu einem Verhalten, das als schlechtes Benehmen gewertet wird. Trotzdem sollte man Demenzkranke in diesem Fall nicht maßregeln, sondern dennoch mit Würde und Respekt behandeln. Jeder kann an Demenz erkranken – unter Umständen sogar schon in jüngeren Jahren.

 

Welche Demenzformen gibt es?

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Bei Demenz unterscheidet man zwischen verschiedenen Formen des Krankheitsbildes: Rund 60 Prozent aller Demenzkranken leiden an der Alzheimer-Demenz, die in der Regel erst ab dem 60. Lebensjahr auftritt.

Einen deutlich geringeren Prozentsatz von 15 Prozent macht die sogenannte vaskuläre Demenz aus, die durch Durchblutungsstörungen im Gehirn hervorgerufen werden kann. Weitere 15 Prozent sind von einer Mischform der Alzheimer-Demenz und der vaskulären Demenz betroffen.

Quelle: demenz.behandeln.de

Wie ist der Krankheitsverlauf bei Demenz?krankheitsverlauf-demenz.png


Der Krankheitsverlauf bei Demenz unterliegt ständigen Veränderungen. Mit zunehmender Dauer der Erkrankung treten die Störungen im Gehirn immer häufiger auf. Der Demenzverlauf wird deshalb in drei Phasen eingeteilt:


demenz-stadien-1.pngFrühes Stadium – Vergesslichkeit

Die ersten Einschränkungen machen sich bemerkbar, z.B.:

  • aktuelle Ereignisse oder neue Informationen werden vergessen
  • zeitliche und örtliche Orientierung sind beeinträchtigt
  • Verlust vom räumlichen Sehen
  • alltägliche Handlungen können nicht mehr ohne Fehler bewältigt werden
  • erste Wortfindungsprobleme
  • Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen

In diesem Stadium ziehen sich viele Menschen zurück. Sie leben zuhause, manchmal sogar alleine, und sind nur punktuell auf Hilfe angewiesen.


demenz-stadien-2.pngMittleres Stadium – deutliche Ausfälle

Die Einschränkungen sind in dieser Phase deutlich stärker ausgeprägt.

Zusätzlich können weitere Symptome auftreten, z.B.

  • Angst, Ruhelosigkeit und Umherwandern
  • Aggression und Wut, Überreaktion und Panik
  • Wahnvorstellungen und Halluzinationen
  • Verhaltensstörungen, Wesensänderungen
  • Misstrauen, Weglaufen

In diesem Stadium fallen alltägliche Verrichtungen immer schwerer, ebenso die Kommunikation und Orientierung. An Demenz erkrankte Menschen können zwar noch zuhause leben, benötigen jedoch täglich Hilfe.


demenz-stadien-3.pngSpätes Stadium – starke kognitive Beeinträchtigungen


Die Einschränkungen sind massiv, und der Demenzkranke ist nicht mehr in der Lage, sich der Situation entsprechend zu verhalten.

  • Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft können nicht mehr auseinandergehalten werden
  • Viele Betroffene ziehen sich komplett in sich zurück und stellen das Sprechen ein
  • Schrumpfung des Gehirns um bis zu 20%
  • Verschlechterung der körperlichen Verfassung bis hin zur Bettlägerigkeit und Inkontinenz.

In diesem Stadium erkennen viele Betroffene selbst engste Angehörige nicht mehr. Bewusstsein und Persönlichkeit sind stark verändert. Betroffene mit schwerer Demenz sind komplett pflegebedürftig, die meisten leben in Pflegeheimen.

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